Joseph Beuys
 

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Joseph Beuys
 

 

 
BIOGRAFIE

1921geboren in Krefeld
und Umzug der Familie nach Kleve

1931 - 1940Besuch des Staatlichen Gymnasiums Cleve
Beuys bleibt ohne Schulabschluss

1940 - 1945Freiwillige Meldung zur Luftwaffe. Ausbildung zum Bordfunker und Flugzeugführeranwärter. Als Funker und Bordschütze eines Sturzkampfgeschwaders im Einsatz, v. a. in Süditalien, Kroatien, der Ukraine und auf der Halbinsel Krim. 1944 Absturz auf der Krim. Nach der deutschen Kapitulation in britischer Kriegsgefangenschaft, Entlassung im Sommer 1945.

1946 - 1951Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, anfangs bei Joseph Enseling, ab 1947 bei Ewald Mataré

1946 - 1955Mitglied im Klevener Künstlerbund

1951Abschluss des Akademiestudiums bei Mataré als Meisterschüler
Erster Ankauf von Arbeiten durch die Brüder Hans und Franz Joseph van der Grinten

1951 - 1954Beuys wohnt mit Erwin Heerich bis zu seiner Exmatrikulation in einem Atelier unter dem Dach der Akademie

1953Erste Einzelausstellung im Haus van der Grinten in Kranenburg

1957 - 1958Aufenthalt im Frühsommer 1957 in Kranenburg im Haus van der Grinten, Genesung von einer schweren künstlerischen und psychischen Krise
Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb für ein Denkmal im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Beuys bezieht ein Atelier im ehemaligen Kurhaus in Kleve

1959Vollendung des Ehrenmals für die Toten der beiden Weltkriege der Gemeinde Büderich bei Düsseldorf
Heirat mit Eva Wurmbach, 2 Kinder gehen aus der Ehe hervor

1961Beuys bezieht ein Atelier am Drakeplatz in Düsseldorf-Oberkassel
Ausstellung mit Arbeiten aus der Sammlung van der Grinten im Städtischen Museum Haus Koekkoek in Kleve

1961 - 1972Professur an der Kunstakademie Düsseldorf

1963 - 1965Hans und Franz Joseph van der Grinten organisieren die sogenannte Stallausstellung "Josef Beuys – Fluxus" im Haus van der Grinten in Kranenburg

1964ab nun Beteiligung an jeder documenta, einer Ausstellung für zeitgenössische Kunst, die seit 1955 regelmäßig in Kassel stattfindet

1965erste Einzelausstellung in der Galerie Schmela, Düsseldorf

1967Einzelausstellung im Städtischen Museum Mönchengladbach, der Sammler Karl Ströher erwirbt nahezu alle Arbeiten

196720 Tage nach der Protestkundgebung gegen den Besuch des Schahs in Berlin, bei der der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde, gründet Beuys als Reaktion darauf die "Deutsche Studentenpartei"

1968Teilnahme an der "documenta IV" in Kassel

1970Gründung der Organisation für Nichtwähler – Freie Volksabstimmung

1971Gründung der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung mit Karl Fastabend und Johannes Stüttgen
Ausstellung im Moderna Museet in Stockholm "Joseph Beuys

1972Teilnahme an der "documenta 5" mit dem Büro der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung
"Besetzung" des Sekretariats der Düsseldorfer Kunstakademie, um die Aufnahme abgewiesener Studienbewerber durchzusetzen
Beuys wird dann fristlos als Professor gekündigt

1972 - 1974Vortragsreisen in England, Irland, Schottland, Italien und der USA zur Verbreitung seiner Idee der Sozialen Plastik

1973Beuys gründet gemeinsam mit Heinrich Böll und Klaus Staeck den Verein zur Förderung einer Freien Internationalen Hochschule für Kreativität und Interdisziplinäre Forschung e. V., daraus bildet sich die Free International University (F.I.U.), die in Deutschland, Irland, Schottland, Italien und den Niederlanden agiert

1976Teilnahme an der 37. Biennale in Venedig mit der Installation "Strassenbahnhaltestelle/Tramstop/Fermata del Tram 1961–1976 – A monument to the future"
Beuys ist bei der Bundestagswahl Spitzenkandidat in Nordrhein- Westfalen und Direktkandidat der AUD (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher)

1977Beuys realisiert auf der "documenta 6" die Installation "Honigpumpe am Arbeitsplatz 1974–1977"
Workshops der F.I.U. sind Teil des Kunstwerkes

1978Abschluss des Rechtsstreits bezüglich der Professur an der Kunstakademie Düsseldorf vor dem Kasseler Bundesarbeitsgericht, die fristlose Kündigung von 1972 wird für rechtswidrig erklärt
Es wird ein Kompromiss ausgehandelt: Beuys behält den Professorentitel und das Nutzungsrecht für das Atelier
Gastprofessur an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst

1979Kandidatur für das Europaparlament

1980Teilnahme am Gründungsparteitag der Grünen in Karlsruhe
39. Biennale in Venedig mit der Installation "DAS KAPITAL RAUM 1970– 1977"
Beuys ist Direktkandidat der Grünen für den Wahlkreis Düsseldorf-Nord
Eröffnung der Freien Internationalen Universität im Raum 3 der Kunstakademie Düsseldorf
Gastprofessur an der Frankfurter Städel-Schule

1982"documenta 7" mit dem Projekt "7000 Eichen – Stadtver- waldung statt Stadtverwaltung"
Der letzte Baum wird nach seinem Tod 1987 durch seinen Sohn Wenzel gepflanzt

1985letzte Installation von Beuys im Museo di Capodimonte in Neapel "Palazzo Regale"

1986am 12. Januar hält Beuys anlässlich der Verleihung des Wilhelm Lehmbruck- Preises der Stadt Duisburg seine letzte Rede
am 23. Januar stirbt Joseph Beuys in Düsseldorf

 
 

 
 
 
AUSSTELLUNGEN

2020Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Germany

2016 Museum Kurhaus Kleve, Germany

2013 - 2014Museum für Gegenwart, Berlin, Germany

2013Bro­mer Art Collec­tion (BAC), Rogg­wil-Kal­ten­her­berg, Switzerland
Brigitte March International Contemporary Art, Stuttgart, Germany
Centre de la Imatge, Barcelona, Spain
Kunstmuseum Luzern, Lucerne, Switzerland
Neue Galerie, Kassel, Germany
Kolumba, Cologne, Germany
K20 Grabbeplatz, Dusseldorf, Germany
Beirut Art Center, Beirut, Lebanon
Fundación Antoni Tàpies, Barcelona, Spain
SMAK Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent, Belgium
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim/Ruhr, Germany
CAFA Art Museum, China
Central Academy of Fine Arts, Beijing, China
Stadtgalerie Klagenfurt, Klagenfurt, Austria

2012 - 2013Museum Kurhaus Kleve

2012Städtische Galerie im Park Viersen
De Hallen, Haarlem, The Netherlands
Galerie Thaddaeus Ropac, Paris, France
Goethe-Institut Paris, France
Moscow museum of modern art - MMOMA, Moscow, Russia
Museum Kurhaus Kleve, Germany
Foreman Art Gallery of Bishop’s University, Sherbrooke, Canada
Museum Kurhaus Kleve, Germany
Portland Art Museum, Portland, USA

2011Galerie Thomas Modern, Munich, Germany
Städtische Galerie sohle 1, Bergkamen, Germany
Instituto Tomie Ohtake, São Paulo, Brazil
Kunsthaus Zürich, Zurich, Switzerland

2010 - 2011Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

2010Gagosian Gallery Madison, New York, USA

2009 - 2010Art Tower Mito ATM, Mito, Japan

2009Martin-Gropius-Bau, Berlin, Germany
De La Warr Pavilion, Bexhill on Sea, UK

2008 - 2009Museum für Gegenwart, Berlin

2008Museum of Modern Art, New York, USA
ARC/Musée d'art moderne de la Ville de Paris, Paris, France

2007Art International Zurich, Zurich, Switzerland
Slought Foundation, Philadelphia, USA
Ludwig Museum, Museum of Contemporary Art, Budapest, Hungary

2006Musée municipal d'art de la Roche sur Yon, La Roche-sur-Yon, France

2005Tate Modern, London, UK

2004Ludwig Forum fur Internationale Kunst, Aachen, Germany
Walker Art Center, Minneapolis, USA

1998Kunsthaus, Kaufbeuren, Germany

1997Mykolas-Zilinskas-Kunstgalerie, Kaunas, Litauen
Walker Hill Art Center, Seoul, Korea

1996Kunsthalle Tübingen, Tübingen, Germany
Van Reekum Museum, Apeldoorn, The Netherlands
Bündner Kunstmuseum, Chur, Switzerland
Kunsthalle, Rostock, Germany

1995Kultur- und Kongresszentrum La Poste, Visip, Switzerland

1994Centre Georges-Pompidou, Paris, France
Gerhard Marcks-Haus, Bremen, Germany
Museo Reina Sofía, Madrid, Spain

1993 - 1994Kunsthaus Zürich, Zürich, Switzerland

1993Galerie Jahrhunderthalle Hoechst, Frankfurt, Germany

1992Grafische Sammlung der Eidgenössischen T.H., Zürich, Switzerland

1991Kunst-Station Sankt Peter, Cologne, Germany

1989Galerie Holtmann, Cologne, Germany

1988Kunsthalle Tübingen, Tübingen, Germany
Martin-Gropius-Bau, Berlin, Germany
Akademie Galerie der Akademie der Künste der DDR, Berlin, Germany

1987Kunstmuseum, Düsseldorf, Germany

1986Städtische Galerie im Lenbachhaus, Munich, Germany
Galerie Holtmann, Cologne, Germany

1985Kunsthalle Tübingen, Tübingen, Germany
Nijmeegs Museum, Nijmegen, The Netherlands

1984Kunsthalle Tübingen, Tübingen, Germany
The Seibu Museum of Art, Tokyo, Japan

1983Galerie Holtmann, Cologne, Germany

1982Documenta, Kassel, Germany

1981Städtische Galerie im Lenbachhaus, Munich, Germany

1980Galerie Holtmann, Cologne, Germany
Museum Boymans-van Beuningen, Rotterdam, The Netherlands
Venice Biennale, Venice, Italy

1979 - 1980Solomon R. Guggenheim Museum, New York

1979The Solomon R. Guggenheim Museum, New York, USA

1977Museum van Hedendaagse Kunst, Gent, Belgium

1975 - 1976Kestner Gesellschaft, Hannover, Germany
Venice Biennale, Venice, Italy

1974Museum of Modern Art, Oxford, UK

1973Kunsthalle, Tübingen, Germany

1972Hessisches Landesmuseum, Darmstadt, Germany
Documenta, Kassel, Germany

1971Von der Heydt-Museum, Wuppertal, Germany
Modern Art Agency, Naples, Italy

1970Kunstverein, Ulm, Germany

1969Kunstmuseum, Basel, Switzerland

1968Documenta, Kassel, Germany

1967Municipal Museum, Mönchengladbach, Germany

1966Galerie nächst St. Stephan, Vienna, Austria
Galerie René Block, Berlin, Germany

1965Galerie Schmela, Dusseldorf, Germany

1964Documenta, Kassel, Germany

 
 

 
 
 
AUSZEICHNUNGEN

1986Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg

1984Ehrenbürger der Gemeinde Bolognano

1980Gastprofessur an der Städelschule in Frankfurt am Main
Ausländisches Ehrenmitglied der Kungliga Konsthögskolan Stockholm, Stockholm

1979Kaiserring der Stadt Goslar

1978Thorn-Prikker-Ehrenplakette der Stadt Krefeld
Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, Abteilung Bildende Kunst

1976Doctor of Fine Arts honoris causa, Nova Scotia College of Art and Design, Halifax
Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg

1974Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg

19524. Kunstpreis der Stadt Düsseldorf; Ausstellung Eisen und Stahl, „Eisenhüttenwerke“, Düsseldorf

 
 

 
 
 
WERKE IN SAMMLUNGEN

Art Institute of Chicago, Chicago, IL
Fine Arts Museums of San Francisco, San Francisco, CA
Guggenheim Museum, Bilbao, Spain
Guggenheim Museum, New York, NY
Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington D.C.
Museum of Fine Arts, Boston, MA
Museum of Modern Art, New York, NY
Dia Art Foundation, New York, NY
Kunstmuseum, Basel, Switzerland
Museum of Contemporary Art, Chicago, IL
National Museum, Kassel, Germany


 
 
 
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